16.04.18 | Im Fußball gilt: der Pokal hat seine eigenen Regeln. Häufig genug mussten sich Mannschaften der 1. Bundesliga einem vermeintlich schwächeren, niederklassigen Gegner geschlagen geben. Aber gilt diese Aussage auch für das Skaterhockey? Die Voraussetzungen waren gegeben: der Landesligist Münster Mottek hatte die Highlander Lüdenscheid aus der 1. Bundesliga zu Gast. Unterste gegen höchste Spielklasse. David gegen Goliath.

Um 19:30 Uhr wurde die Partie angepfiffen und hatten sich die Lüdenscheider auf ein entspanntes Hockeyspiel eingestellt, so wurden sie schnell eines Besseren belehrt. Statt sich dem Schicksal zu ergeben, spielte Mottek engagiert auf und bot dem Gegner direkt die Stirn. So war es nicht der Erstligist, der die erste Großchance für sich verbuchen konnte, sondern Mottek. Spätestens hier war den Gästen aus Lüdenscheid klar, dass ein hartes Stück Arbeit vor ihnen liegen würde. Als dann in der 6. Minute das erste Tor (Kleinschmidt) für die Highlander fiel, lies sich Mottek nicht aus der Ruhe bringen und spielte weiter mit. Zwar kamen die Highlander immer wieder auch gefährlich vor das Tor, doch der Münsteraner Torhüter Hellberg hielt seinen Kasten sauber und damit seine Mannschaft im Spiel. Auch Münster konnte immer wieder Akzente nach vorne setzen. Vom Klassenunterschied war nichts zu sehen. Ortwein erzielte in der 18.Minute das 0:2, doch keine Minute später hielt Mottek eine Antwort parat. Remer wurde von den Lüdenscheider Spielern nicht angegangen und konnte ohne Bedrängnis über die Mittellinie laufen und schießen. Tor für Münster! Die über 50 Zuschauer in der Halle jubelten! Zwar erhöhten die Lüdenscheider kurz vor Ende des Drittels noch auf 1:3 (Schmitten), mit einem solchen Zwischenergebnis hatte aber wohl niemand gerechnet.

Auch im zweiten Spielabschnitt blieb es eine Partie auf Augenhöhe. Als Remer in der 28. Minute wegen Hakens für 2 Minuten vom Platz musste, hielt die Halle den Atem an. In Unterzahl gegen einen solchen Gegner zu bestehen, schien schier unmöglich. Doch Mottek warf sich mit Mann und Maus in jeden Schuss und schaffte es, ein Torerfolg der Highlander zu verhindern. Immer noch in Unterzahl, gewann Kapitän Kauer ein Bully und Boesenberg schickte Rehfeld mit einem steilen Pass Richtung gegnerisches Tor. Rehfeld konnte völlig alleine auf den Lüdenscheider Torhüter zu laufen und verwandelte eiskalt! 2:3! In Unterzahl! Die Halle bebte! Lag eine Sensation in der Luft?

Leider konnte am Ende des Drittels Mottek eine 3 auf 2 Überzahl nicht nutzen und so gingen die Teams zum zweiten Mal in die Kabinen. 2:3 nach 40 Minuten. Das Drittel 1:0 gewonnen. Trainer Böhmer brauchte nicht viele Worte, um seine Mannschaft für den letzten Spielabschnitt zu motivieren. Die Highlander kamen verändert aus der Pause. Versuchten sie in den ersten beiden Dritteln mit kontrolliertem Aufbau das Spielgeschehen zu bestimmen, waren nun immer mehr Einzelaktionen zu sehen. Häufiger wurde aus der eigenen Hälfte ein harter Schlagschuss ausgepackt, doch jedes Mal war Torhüter Hellberg zur Stelle. Man spürte deutlich die Anspannung, die sich bei den Highlandern breit machte.

In der 49. Minute war es dann Dehnke, der aus spitzem Winkel Hellberg zum 2:4 bezwingen konnte. Kurz darauf musste Hellberg ausgewechselt werden, da ihn immer wieder Krämpfe plagten. Der zweite Torhüter Gasch musste nun kalt in Münsters Tor.
Bevor Gasch eine Chance hatte, einen ersten Ballkontakt zu haben und im Spiel anzukommen, fand einer dieser Distanzschüsse der Highlander sein Ziel und Tinz erzielte das 2:5 (53. Minute). Im weiteren Spielverlauf hielt aber auch Gasch sein Team mit tollen Paraden weiter im Rennen. Kurz hintereinander vergaben Rehfeld und Kolberg zwei riesen Chancen für Münster. Münster hatte noch nicht aufgegeben.

Hat der Pokal auch im Skaterhockey seine eigenen Regeln? Jein! Auch wenn nach 60 Minuten der Favorit als Sieger vom Platz ging, muss man bei einem Endstand von 2:5 doch von einer kleinen Sensation sprechen. Das beherzte und kontrollierte Spiel von Münster Mottek hatte den Favoriten aus Lüdenscheid überrascht und kurzzeitig wehte der Hauch vom Sieg Davids gegen Goliath durch die Halle.
Und so war trotz der Niederlage die Stimmung bei Mottek nach dem Abpfiff ausgelassen, fühlte man sich doch als Sieger der Herzen. Nun gilt es, die gezeigte Leistung auch in den nächsten Ligaspielen zu wiederholen und den ersten Tabellenplatz zu festigen. Am kommenden Sonntag (22.04.2018, 12 Uhr) hat man dazu gegen Samurai Iserlohn III die Gelegenheit.

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