06.03.19 | Vom 28. Februar bis zum 3. März nahmen 5 Judoka der TG Münster am internationalen Nerush-Cup in Israel Teil. Im Rahmen einer Städtepartnerschaft zwischen Münster und Rishon Le Zion, einer Nachbarstadt von Tel Aviv, wurde die Turngemeinde eingeladen, Deutschland gegenüber den mehr als 15 anderen Nationen zu vertreten.

judoka_israel_2019_7Neben dem überwiegend stark besetzten Turnier stand für die Münsteraner auch ein Ausflug zum Toten Meer auf dem Programm. Gemeinsam mit Delegationen aus der Ukraine und China hatten die Sportler unter der Betreuung von Felix Matten und Elena Scheele die Möglichkeit, eines der tiefliegendsten und salzhaltigsten Gewässer der Welt am eigenen Leib zu erleben.

Den Wettkampf am Samstag eröffneten Marius Martin und Marc Fugmann in der männlichen U18, sowie Luisa Heinz bei den Frauen. Marius startete in der für ihn ungewohnten und nächsthöheren Gewichtsklasse bis 81kg. Er traf dort bereits im ersten Kampf auf einen körperlich starken Israeli, dem er sich trotz guter Leistung geschlagen geben musste. Nach einer weiteren Niederlage gegen einen Sportler aus Ungarn schied Marius mit dem 7. Platz aus.

Marc Fugmann startete in der Gewichtsklasse unter 60kg, die in der U18 sowohl zahlenmäßig als auch qualitativ am besten besetzt war. Gleich zu Beginn stand Marc einem Israelischen Kaderathleten gegenüber. Seine Schnelligkeit ausnutzend, brachte er seinen Gegner bereits in der ersten Minute mehrmals in Bedrängnis, konnte jedoch keine entscheidende Wertung erzielen und verlor den Kampf durch 2 waza-ari. In der Trostrunde traf der Münsteraner auf einen weiteren israelischen Kämpfer. Hier konnte Marc seinen Kampfstil konsequent durchsetzen und gewann die Begegnung vorzeitig. Um den Einzug in das kleine Finale verlor Marc gegen einen Sportler des ausrichtenden Vereins und belegte damit ebenfalls Platz 7.

judoka_israel_2019_3Luisa startete nach langer, auslandsbedingter Wettkampfpause in der Klasse unter 63kg, welche mit Kämpferinnen aus Israel und Litauen gut besetzt war. Die fehlende Praxis machte sich gegen die erfahrenen Gegnerinnen jedoch schnell bemerkbar. Nach einer, auch angesichts des erst kürzlich wieder aufgenommenen Wettkampftrainings, guten Leistung der Münsteranerin, erreichte sie nach vier Begegnungen den 5. Platz.

Am Nachmittag waren Emma Senkler, -57kg U15 und Maurice Nquiti, -73kg U21 an der Reihe. Emma fand keinen guten Start und verlor ihre Auftaktbegegnung gegen eine Israelin. Im Verlauf des Turniers konnte sie sich jedoch entscheidend steigern und erreichte nach Siegen gegen Sportlerinnen aus Zypern und Israel einen sehr guten 3. Platz.

Maurice startete in der höchsten Altersklasse des Turniers, dessen Kämpfe erst sehr spät begannen. In der ersten Begegnung stand er einem außergewöhnlich kräftigen Sportler des ausrichtenden Vereins gegenüber, konnte diesen jedoch nach weniger als der Hälfte der Kampfzeit mit einer Kontertechnik Ippon werfen. Maurice konnte auch im zweiten Kampf seine Linie konsequent durchsetzen, warf seinen Gegner mit einer Fußtechnik und beendete den Kampf mit einem Haltegriff. Im Finale trag der TGler auf einen Israeli, der seine vorherigen Kämpfe dominant mit Schulterwürfen gewonnen hatte. Durch seinen starken Griffkampf ließ der Sportler aus Münster seinem Gegner jedoch keine Möglichkeiten zum Angriff und warf diesen nach kurzer Zeit spektakulär mit einem einarmigen sode-tsuri-komi-goshi und erreichte den 1. Platz.

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